Viele Hersteller von Frequenzumrichtern in Vietnam, Thailand, Indonesien und Malaysia stehen seit einigen Jahren vor demselben Problem: Ihre Wechselrichter funktionieren zwar im Testlabor einwandfrei, weisen aber nach der Auslieferung an industrielle Anlagen instabilen Betrieb, Kommunikationsfehler und EMV-Testausfälle auf. Die Hauptursache liegt in der unterschiedlichen Qualität der lokalen Stromnetze und den jeweiligen Umgebungsbedingungen. Industrielle Stromnetze in Südostasien weisen im Allgemeinen deutliche Spannungsschwankungen, häufige Oberwellenüberlagerungen und instabile Frequenzabweichungen auf. Verglichen mit der standardisierten Stromversorgung in China sind lokale Fabriken im realen Betrieb deutlich stärkeren elektromagnetischen Störungen ausgesetzt. Herkömmliche, integrierte einfache Filterschaltungen von Standard-Frequenzumrichtern sind nur für ideale Laborbedingungen geeignet. Bei kontinuierlichem hochfrequentem Rauschen und komplexen Oberwellenstörungen vor Ort führt eine unzureichende Filterleistung direkt zu Jitter der SPS-Signale, Fehlauslösungen von Sensoren und intermittierenden Wechselrichterabschaltungen. Diese versteckten Probleme lassen sich nicht allein durch Software-Parameteranpassungen oder Optimierung der Erdung beheben. Hinzu kommt, dass das tropische Klima mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit die Alterung herkömmlicher Filterkomponenten beschleunigt. Viele kostengünstige Filter weisen nach längerem Betrieb einen erhöhten Leckstrom und eine verringerte Dämpfungsleistung auf, was die EMV-Eigenschaften der gesamten Maschine weiter verschlechtert. Für Hersteller von Frequenzumrichtern, die auf die Exportmärkte in Europa und ASEAN abzielen, sind externe Hochleistungs-EMV-Filter daher eine notwendige Lösung. Sie unterdrücken effektiv Gleichtakt- und Gegentaktstörungen, stabilisieren die elektromagnetischen Eigenschaften und gewährleisten eine gleichbleibende EMV-Qualifizierungsrate der Endprodukte unter verschiedenen komplexen Betriebsbedingungen.